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Veränderungen der Hornhaut als Folge medizinischer Behandlung

Der Einsatz von Medikamenten und die Durchführung operativer Massnahmen am Auge können gelegentlich zu nicht erwünschten Effekten an der Hornhaut führen. Dies gilt sowohl für den direkten Einsatz von Medikamenten am Auge in Form von Augentropfen und –salben wie auch für den Einsatz von Medikamenten in Form von Tabletten oder Infusionen. Viele in der Augenheilkunde eingesetzte Medikamente, insbesondere diejenigen mit Konservierungsstoffen, können die oberflächliche Hornhautschicht beeinflussen. Die Verwendung künstlicher Tränen bewirkt meist eine schnelle Rückbildung dieser Veränderungen.

Es sind jedoch nicht nur am Auge verwendete Medikamente, die eine unerwünschte Wirkung auf die Hornhaut ausüben können. Einige im Rahmen von Allgemeinerkrankungen eingesetzte Medikamente (Tabletten) können z.B. zu Einlagerungen in der Hornhaut führen. Hier ist beispielsweise das zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzte Amiodaron zu nennen.

Operative Massnahmen am Auge führen natürlich zu einer gewissen Belastung der Augengewebe einschliesslich der Hornhaut. Dies gilt insbesondere für Eingriffe im Augeninneren (z.B. Operation des grauen Stars). Wenn bereits vorbestehende Veränderungen der Hornhaut vorliegen, z.B. eine altersbedingte, verringerte Zahl an Endothelzellen, dann kann die Belastung der Hornhaut durch einen operativen Eingriff zu einer – meist vorübergehenden – Quellung und Trübung der Hornhaut führen.