Trockene Augen müssen unbedingt behandelt werden
Das trockene Auge führt nicht nur zu schmerzhaften Augenentzündungen. In schweren Fällen kann die oberste Schicht der ausgetrockneten Hornhaut vernarben, eintrüben, oder es spriessen Kapillargefäße ein. Im schlimmsten Fall kann der Betroffene erblinden.
Eine weitere Gefahr droht durch die Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen, denn ohne einen permanenten, stabilen Tränenfilm werden Horn- und Bindehaut leichte Beute für Krankheitserreger.
Wer über brennende, gerötete, trockene oder stark tränende Augen und Fremdkörpergefühl leidet, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Je nach Stärke der Beschwerden helfen Tränenersatzmittel. In leichten Fällen genügen Augentropfen, in schweren Fällen zähe Augengels oder gar ein chirurgischer Eingriff in unserer Augenklinik. Allergiker und Kontaktlinsenträger erhalten Präparate, die frei von Konservierungsmitteln sind.
Mögliche Ursachen ausschalten
Wer an trockenen Augen leidet, ist jedoch keineswegs zur Untätigkeit verdammt. Denn viele der oben beschriebenen schädlichen Einflüsse lassen sich individuell reduzieren:
- Legen Sie bei der Bildschirmarbeit regelmäßige Pausen für die Augen ein.
- Verwenden Sie einen Luftbefeuchter in Räumen, in denen Sie sich lange aufhalten.
- Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter alkohol- und koffeinfreie Getränke am Tag.
- Halten Sie sich nicht in verrauchten Räumen auf.
- Lüften Sie mehrmals täglich.
- Meiden Sie Zugluft - dies betrifft auch das Gebläse im Auto.
Kontaktlinsenträger mit trockenen Augen sollten sich unbedingt von ihrem Augenarzt beraten lassen. Unter Umständen genügt ein Wechsel der Kontaktlinsen oder ein spezielles Benetzungsmittel, um die Beschwerden zu lindern.

