Behandlungsmöglichkeiten
Ziel der Behandlung eines Grünen Stars ist in der Regel nicht dessen Heilung, sondern die Kontrolle des Krankheitsgeschehens. Da wir heute nur beschränkt Zugang zu den zugrunde liegenden Krankheitsprozessen haben, zielt eine Therapie zumeist auf die Senkung des Augeninnendrucks. Über diese soll ein Fortschreiten des Sehnervenschadens und möglicher Gesichtsfelddefekte verhindert werden.
Medikamentöse Behandlung
In den meisten Fällen genügen Augentropfen für die Senkung des Augeninnendruckes. Das Wichtigste ist dabei die regelmässige Anwendung nach Anleitung Ihres Augenarztes. Dabei stehen heute eine ganze Pallette unterschiedlicher Wirkstoffe zur Verfügung, die sich zum Teil sehr gut miteinander kombinieren lassen. Die überwiegende Mehrzahl der Patienten kann auf diese Weise erfolgreich behandelt werden.
In Einzelfällen können diese Medikamente auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Hierzu zählen vor allem Beschwerden im Sinne des trockenen Auges, nicht selten aber auch allergische Reaktionen oder Unverträglichkeitsreaktionen.
Operative Behandlung
Ist die Wirkung ungenügend, bedarf es Therapiealternativen. Im Bereich der Lasertherapie und chirurgischen Verfahren hat es zahlreiche Entwicklungen gegeben. Da sehr viele verschiedene Glaukomformen auftreten können, gibt es viele verschiedene Operationstechniken. Ziel jeder Glaukomtherapie – auch der Operation – ist es, den Sehnerv und damit das Gesichtsfeld zu erhalten. Unter Gesichtsfeld versteht man den mit unbewegtem Auge gleichzeitig sichtbaren Teil des Raums.
Laserbehandlungen
Alle prinzipiell verfügbaren Entwicklungen zu beschreiben, macht an dieser Stelle wenig Sinn. Aufmerksam machen möchten wir deshalb auf 2 wichtige Laserverfahren, die auch am AugenZentrum der Klinik Pallas verwendet werden.
Die selektive Lasertrabekuloplastik ist ein junges Laserverfahren, wobei mittels frequenzverdoppeltem Nd-YAG-Laser sehr kurze Laserimpulse (Dauer 3 Nanosekunden) auf die Abflusswege des Auges appliziert werden. Die dadurch verursachte Steigerung der Stoffwechselaktivität bewirkt eine „Reinigung“ der Abflusswege und hierüber eine Senkung des Augeninnendrucks. Das Verfahren ist sehr sicher und kann wiederholt werden.
Eine andere Methode stellt die Zyklophotokoagulation dar, bei der nicht die Abflusswege angesprochen werden, sondern eine Reduzierung der Kammerwassserbildung erzielt wird. Hierzu werden Laserstrahlen von aussen auf das Auge gegeben und kammerwasser-bildende Zellen innerhalb des Auges verödet. Gerade bei komplizierten Verläufen kann diese Methode hilfreich sein.
Chirurgische Behandlungen
Versagen Medikamente und Laserverfahren, stehen auch für die Behandlung eines Glaukoms verschiedene Operationsverfahren in unserer Augenklinik zur Verfügung. Die bekannteste Methode ist die Trabekulektomie, bei der ein künstlicher Abfluss des Kammerwassers unter die Bindehaut ermöglicht wird. Das Operationsverfahren ist mit einer grossen Sicherheit durchführbar. Probleme können sich aus einer Vernarbung des neu geschaffenen Abflusses ergeben, so dass hier die Nachsorge nach dem Engriff einen sehr grossen Stellenwert hat. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Operationsverfahren, die in Abhängigkeit von den individuellen Gegebenheiten zum Einsatz kommen können.

